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Oberbank liefert zum neunten Mal in Folge ein Rekordergebnis ab

 In Allgemein

Bilanz über das Geschäftsjahr 2018: Oberbank liefert zum neunten Mal in Folge ein Rekordergebnis ab

  • Überdurchschnittlich starkes Kreditwachstum, günstiges Kreditrisiko
  • Überschuss nach Steuern steigt um 12,5 Prozent, Cost-Income-Ratio sinkt weiter auf 48,92 Prozent
  • Dividendenvorschlag: Erhöhung von 0,90 auf 1,10 Euro je Aktie
  • 2019 zeichnen sich schwierigere Rahmenbedingungen ab, Expansion wird dennoch fortgesetzt

Nachdem die Oberbank heuer zu Jahresanfang ihr 150-jähriges Bestandsjubiläum feierte, legt sie nun für das Geschäftsjahr 2018 zum neunten Mal in Folge ein Rekordergebnis vor. Franz Gasselsberger, Generaldirektor der Oberbank AG, fasst das abgelaufene Jahr zusammen: „Nach einem starken ersten Halbjahr, ist das Konjunkturklima ab der Jahresmitte deutlich schwieriger geworden. Internationale Handelskonflikte, der Brexit, die Verschuldung Italiens und Probleme in der deutschen Automobilindustrie haben dazu geführt, dass eine Abkühlung der Weltwirtschaft eingesetzt hat. Insgesamt haben wir jedoch 2018 das bislang erfolgreichste Geschäftsjahr in der Geschichte der Oberbank erreicht.“

Signifikante Zuwächse bei Kundenkrediten und Kundeneinlagen generierten im Berichtsjahr einen neuen Höchststand der Bilanzsumme, die sich von 20,8 Mrd. EUR um 6,6 Prozent auf 22,2 Mrd. EUR ausweitete. Auch auf der Ertragsseite entwickelte sich die Oberbank auf Rekordniveau: Das Betriebsergebnis stieg von 267,3 Mio. EUR um 10,8 Prozent auf 296,1 Mio EUR. Der Jahresüberschuss vor Steuern konnte gegenüber dem Vergleichsjahr von 238,9 Mio. EUR um 13,2 Prozent auf 270,5 Mio. EUR verbessert werden. Der Jahresüberschuss nach Steuern erhöhte sich von 200,5 Mio. EUR um 12,5 Prozent auf 225,6 Mio. EUR.

An diesem soliden Ergebniswachstum, zu dem alle Bereiche der Oberbank beigetragen haben, sollen auch die Aktionäre partizipieren: Vorstand und Aufsichtsrat werden in der kommenden Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende von 90 Cent auf 1,10 Euro pro Aktie vorschlagen. Das entspricht einer Steigerung um mehr als 20 Prozent.

Drei Erfolgsfaktoren: Zinserträge, Primäreinlagen und Dienstleistungsgeschäft
Ein wesentlicher Treiber für dieses Ertragswachstum war das überdurchschnittlich starke Kreditwachstum in Kombination mit einem günstigen Kreditrisiko. So stieg das Zinsergebnis trotz der EZB-Nullzinspolitik bei der Oberbank von 315,3 Mio. Euro um 9,5 Prozent auf 345,3 Mio. Euro aufgrund des substanziell höheren Kreditvolumens. Gleichzeitig ging die NPL-Quote, also der Anteil notleidender Kredite am Gesamtkreditvolumen, im Jahresabstand von 2,59 auf 2,43 Prozent zurück.

In den vergangenen zehn Jahren wuchs das Kreditvolumen der Bank um durchschnittlich 5,5 Prozent pro Jahr und erreichte im Berichtsjahr mit 15,9 Mrd. Euro eine historische Höchstmarke. Dabei verbesserte sich die Kommerzkredite von 11,7 Mrd. Euro im Jahr 2017 um 7,9 Prozent auf 12,6 Mrd. Euro im Jahr 2018. Aber auch bei den Privatkrediten war ein neuerlicher Zuwachs von 3,0 Mrd. Euro um 6,6 Prozent auf 3,3 Mrd. Euro zu registrieren, wobei vor allem Wohnbaukredite besonders hervorstachen. Insgesamt wurden in der Berichtsperiode 4,4 Mrd. Euro an Neukrediten vergeben, etwa 41 Prozent davon im Volumensbereich unter 3 Mio. Euro.

Aber nicht nur das Kreditwachstum, sondern auch die Primäreinlagen und das Dienstleistungsgeschäft waren für die erfolgreiche Entwicklung der Oberbank verantwortlich. So stiegen die Primärmittel inklusive Nachrangkapital von 13,4 Mrd. Euro um 6,3 Prozent auf 14,2 Mrd. Euro. Bei den Dienstleistungserträgen wurde ein Zuwachs von 140,6 Mio. Euro um 13,2 Prozent auf 159,2 Mio. Euro und damit ein neuer Rekordstand erzielt.

Leichter Anstieg bei Aufwendungen, insgesamt effektives Kostenmanagement
Auch wenn die Aufwendungen der Oberbank durch die Filialexpansion im Berichtsjahr gestiegen sind, wird dennoch eine konsequente Kostenpolitik verfolgt. So stieg der Verwaltungsaufwand von 266,2 Mio. Euro um 6,5 Prozent auf 283,6 Mio. Euro an. Dieser moderate Aufwandsanstieg muss jedoch in Relation zum signifikant gewachsenen Ertrag gesetzt werden und hierbei zeigt sich, dass die Cost-IncomeRatio der Oberbank von 49,90 auf 48,92 Prozent weiter gesunken ist. „Dieser Wert ist beachtlich, wenn man ihn mit dem österreichischen Banken-Gesamtmarkt vergleicht, der laut OeNB zuletzt eine Cost-Income-Ratio von 68 Prozent verzeichnete“, hält Gasselsberger dazu fest.

Aufgrund der Ergebnisentwicklung war die Oberbank in der Lage, hohe Beträge der Kapitalausstattung zuzuführen und damit die gesunde Kapitalbasis aus eigener Kraft weiter zu stärken. Die harte Kernkapitalquote verbesserte sich somit von 16,50 Prozent um 0,96 Prozentpunkte auf 17,46 Prozent und die Gesamtkapitalquote von 19,64 Prozent um 0,55 Prozentpunkte auf 20,19 Prozent.

Investitions- und Expansionskurs konsequent fortgesetzt
2018 war für die Oberbank auch das Jahr der beschleunigten Expansion: Elf neu eröffnete Filialien erhöhten die Anzahl der Geschäftsstellen zum Jahresende auf insgesamt 170. In der Berichtsperiode wurde jeweils eine Filiale in der Tschechei und in Ungarn gegründet, zwei Filialien in Wien sowie sieben Filialen in Deutschland mit dem Schwerpunkt auf die Bundesländer Sachsen und Baden-Württemberg. Der durchschnittlich gewichtete Mitarbeiterstand ist dadurch von 2.050 auf 2.101 im Berichtsjahr gestiegen. Für 2019 sind insgesamt neun Filialgründungen allesamt in Deutschland vorgesehen, wobei der Investitionsfokus neuerlich vor allem auf BadenWürttemberg gerichtet sein wird.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2019
Nachdem sich bereits im Verlaufe des Jahres 2018 ein Nachlassen der Hochkonjunktur abzeichnete, geht Gasselsberger 2019 von einem wirtschaftlich schwierigerem Umfeld aus, rechnet jedoch mit keiner Rezession. „Wir atmen als Bank mit unseren Kundenbranchen und werden uns daher diesen Entwicklungen nicht gänzlich entziehen können.“ Nach seiner Einschätzung werden sich das Kreditwachstum und die Beteiligungserträge abschwächen und das Kreditrisiko könnte sich zunehmend normalisieren. Zwar sollte die Oberbank 2019 wieder ein operatives Ergebnis auf hohem Niveau erreichen, aber „ich gehe aus heutiger Sicht nicht davon aus, dass wir das Ergebnis von 2018 noch einmal toppen können“, so Gasselsberger.

Der gesamte Bericht mit Zahlen

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